Witze-Kanzler Pröll warnt vor möglichem Staatsbankrott Österreichs


„Der Finanzminister kündigt Einschnitte für alle sozialen Schichten an. Sollte die Budgetsanierung scheitern, drohe uns ein Griechenland-Szenario“, schreibt der Kurier in seiner heutigen Online-Ausgabe. Warum ich unseren Finanzminister Pröll einen Kanzler der Witze nenne, hat einen bestimmten Grund.

Am 15. April 2009 – also genau vor fast einem Jahr – schrieben die Zeitungen folgende Bemerkung; ich zitiere die OÖ-Nachrichten:

WIEN. Empört hat Österreichs Finanzminister Josef Pröll (V) am Mittwoch auf Äußerungen des Starökonomen und Wirtschaftsnobelpreisträgers Paul Krugman reagiert, für den Österreich wegen der Osteuroparisiken der Banken ein heißer Pleitekandidat ist.

In einer international von Unsicherheiten geprägten Situation mit ständigen Prognosekorrekturen „können wir eines nicht brauchen: nämlich unqualifizierte Äußerungen aufgrund offenkundiger mangelnder Information, die den Wirtschaftsstandort massiv unter Druck bringen können, wenn sie so locker dahingesagt werden“, meinte Pröll im Klub der Wirtschaftspublizisten. Es sei beschämend, welcher „Wirtschaftskrieg“ da am Rücken des Finanzstandorts Österreich ausgetragen werde. „Glatt falsch“ sei Krugmans Analyse. Da sei nichts dran. Aus dem Mund eines Nobelpreisträgers sei das sogar grob fahrlässig.

Nun bringt Herr Pröll mit seiner Aussage den Wirtschaftsstandort Österreich wohl selbst in Gefahr. Er vergleicht Österreich mit Griechenland, wo sich doch Letzteres angeblich durch manipulierte Zahlen, Korruption, mangelnde Motivation Steuern zu zahlen usw. in die Fastpleite getrieben hat. Was denkt Herr Pröll nun über Österreich? Manipuliert Österreich, wenn ja, wen? Ist es auch korrupt? Kann es sein, dass in Österreich den Superreichen und Konzernen die Motivation Steuern zu zahlen fehlt?

Herr Witzekanzler Pröll – für welche Firma arbeiten Sie? Österreich nützen Sie nichts.

Eine Quelle: Konzerne zahlen keine Steuern

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5 Gedanken zu „Witze-Kanzler Pröll warnt vor möglichem Staatsbankrott Österreichs

  1. George Orwell

    das ist doch alles nicht mehr zu ertragen!

    wenn ich z.b.: das wort „spekulanten“ höre steigt mein blutdruck

    wer hat denn das umfeld „aufbereitet“ damit diese „geschäftsleute“ ihrem „beruf“ nachgehen können ?

    „spitzen“politiker und deren willige lakaien
    die dem lobbyeinfluss der finanz“elite“ erlegen sind

    das wirklich böse erwachen für die breite masse kommt noch

    (ich bin munter und kann NICHTS gegen diesen wahnsinn machen
    blogs – petitionen und friedliche unmutskundgebungen bringen NICHTS
    die lachen uns aus – ignorieren und/oder zensurieren einfach was ihnen nicht passt)

    diese Z*E*N*S*U*R bringen uns noch alle ins grab!

    http://neunzehnhundert84.blogspot.com/2009/12/der-bedrohte-frieden.html
    http://neunzehnhundert84.blogspot.com/2010/01/sand-im-getriebe.html

    wer in einer demokratie einschläft wird in einer diktatur munter!

    schönen tag noch allen leidensgenossen!

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  2. sassenach

    In einer international von Unsicherheiten geprägten Situation mit ständigen Prognosekorrekturen “können wir eines nicht brauchen: nämlich unqualifizierte Äußerungen aufgrund offenkundiger mangelnder Information, die den Wirtschaftsstandort massiv unter Druck bringen können, wenn sie so locker dahingesagt werden”, meinte Pröll im Klub der Wirtschaftspublizisten.

    Denkt unser Witze-Kanzler Pröll, dass ein Wirtschaftsstandort mittels beschönigender Unwahrheiten um vieles länger bestehen bleibt, bevor er dem Untergang geweiht ist, der im so oder so bevorsteht? Die BIZ (Bank für internationalen Zahlenausgleich) warnt in ihrem Bericht, dass die Verschuldung von 2007 bis 2011 wie folgt steigen wird:

    – Österreich von 62 auf 82 Prozent
    – Deutschland von 65 auf 85 Prozent
    – Griechenland von 104 auf 130 Prozent
    – Italien von 112 auf 130 Prozent
    – USA von 62 auf 100 Prozent
    – Großbritannien von 47 auf 94 Prozent (gemessen an den anderen ein dramatischer Anstieg)
    – Japan von 167 auf 204 Prozent!!! (ohne Konkurrenz)

    Der Bericht zeigt auf, dass es eine derart enorme Verschuldung aller OECD Länder (übersteigt bald 100 % des BIP) noch niemals in Friedenszeiten gegeben hätte. Ebenso zweifelt der Bericht den Wahrheitsgehalt der offiziellen Zahlen der Länder offen an, so man diesen nicht trauen könne.

    In Anbetracht dieser Fakten frage ich mich schon, was sich unser Finanzminister (der er lächerlicher weise auch noch ist) bei derartigen Aussagen denkt. Vielleicht sind 12 kg Kopffleisch einfach ein wenig schwer und belasten den Denkapparat! (Kleiner, selbst interpretierter Scherz aus dem neuen Programm der Brennesseln).

    Wer sich über den BIZ-Bericht näher informieren möchte und des englischen mächtig ist, lese hier, eine gute Zusammenfassung auf deutsch gibt es auf Schall und Rauch

    Die wahren Kriegsherren und Ausbeuter sitzen demnach wohl in unserer Regierung, der Gesetzgebung und in unseren Banken – wie die Brennesseln anmerkten, wären die Kameras in unseren Banken völlig falsch justiert – sie müssten nicht auf die Kunden gerichtet sein, sondern auf die Chefetagen.

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  3. Bernd

    Hehe, „Witze-kanzler ist gut 🙂

    Im Ausland wird glaube ich über unsere Kanzlerin auch gefeiert… Aber Österreich ist 100 Prozent nicht so korrupt wie Griechenland oder Nachbar Italien und so schnell geht Österreich auch nicht Pleite! Aber wer da angeblich wen manipulieren soll, würde mich trotzdem mal interessieren!

    MfG, Bernd

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  4. Dennis

    Vor einigen Jahren habe ich mal gesagt, Staaten können nicht pleite gehen, da die Notenbanken in beliebiger Menge Geld nachdrucken können. Und heute wird sogar Österreich als Kandidat für einen Staatsbankrott gehandelt. Dem Euro sei Dank -:(

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